Djumana Naal-Kaes - Psychotherapie (HeilprG)

Leaf Leaf Entspannungstherapie bei Schlafstörungen

Zurück zur nächtlichen Ruhe finden

Wälzen Sie sich Nacht für Nacht schlaflos im Bett, während das Gedankenkarussell unaufhörlich kreist? Schlafstörungen sind mehr als nur eine nächtliche Unannehmlichkeit; sie rauben wertvolle Energie, beeinträchtigen die Stimmung und mindern die Lebensfreude. In meiner Praxis für Psychotherapie (HeilprG) in Velbert unterstütze ich Sie mit gezielter Entspannungstherapie dabei, die körperliche und geistige Anspannung zu lösen, die Sie am Ein- und Durchschlafen hindert.

Wir begeben uns gemeinsam auf die Suche nach den Ursachen, die Sie wach halten, und entwickeln wirksame, auf Sie zugeschnittene Strategien für einen tiefen und erholsamen Schlaf. Sie lernen, den Abend bewusst als eine Phase der Beruhigung zu gestalten, zur Ruhe zu kommen und wieder Vertrauen in die natürliche Fähigkeit Ihres Körpers zum Schlafen zu fassen. Die Entspannungstherapie ist ein sanfter, aber äußerst kraftvoller und nachhaltiger Weg, um Ihre Schlafqualität von Grund auf zu verbessern und die Nächte wieder zu einer Quelle der Regeneration zu machen.

Ein wichtiger Grundsatz: Schlaf lässt sich nicht erzwingen. Jeder Versuch, Schlaf zu erzwingen, erzeugt Druck und damit weitere Anspannung. Wir können jedoch die idealen Bedingungen dafür schaffen. Die Entspannungstherapie hilft Ihnen, körperliche und geistige „Störsender“ zu identifizieren und zu reduzieren, damit der Schlaf wieder von ganz allein zu Ihnen finden kann.

Sehnen Sie sich danach, morgens erfrischt und ausgeruht aufzuwachen? Ein unverbindliches Erstgespräch ist der erste, mutige Schritt, um die Ursachen Ihrer Schlafstörungen zu verstehen und wirksame, individuelle Lösungswege zu entdecken.

Warum wir schlecht schlafen: Den Teufelskreis der Schlaflosigkeit durchbrechen

Schlafstörungen (Insomnien) haben oft eine schleichende Entstehungsgeschichte. Sie beginnen häufig in Phasen von erhöhtem Stress, Sorgen oder innerer Unruhe. Das Gehirn bleibt im „Problemlöse-Modus“, das Gedankenkarussell dreht sich unaufhörlich, und der Körper verharrt in einer subtilen Anspannung. An erholsamen Schlaf ist nicht zu denken. Stattdessen liegen wir wach, beobachten den Wecker und ärgern uns darüber, nicht schlafen zu können. Aus dieser Erfahrung entwickelt sich schnell eine Angst vor der nächsten schlaflosen Nacht, die sogenannte „Schlafangst“ oder „konditionierte Arousal“.

Dieser Mechanismus erzeugt zusätzlichen Stress und schüttet aktivierende Hormone aus, die das Einschlafen noch weiter erschweren. Ein Teufelskreis entsteht, der die Lebensqualität massiv beeinträchtigt und zu Tagesmüdigkeit, Konzentrationsproblemen und Reizbarkeit führt. Die Entspannungstherapie durchbricht diesen Kreislauf, indem sie an den beiden entscheidenden Stellschrauben ansetzt:

  1. Reduktion der körperlichen Anspannung: Gezielte Entspannungstechniken wie die Progressive Muskelentspannung (PMR) helfen Ihnen, die oft unbewusste Muskelanspannung (Hypertonus) zu erkennen und aktiv zu reduzieren. Ein entspannter Körper ist die Grundvoraussetzung für das Einschlafen.
  2. Reduktion der geistigen Anspannung: Methoden wie Atemübungen, Achtsamkeitspraktiken und sanfte, schlaffördernde Hypnose lenken den Fokus weg von den kreisenden, sorgenvollen Gedanken und hin zu einem Zustand tiefer innerer Ruhe und Gelassenheit.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Schlafstörungen oft auch ein Begleitsymptom anderer Belastungen sind. Sie können eng mit Angstzuständen, einem Burnout-Syndrom oder auch depressiven Verstimmungen zusammenhängen. Diese tieferliegenden Zusammenhänge können wir in der Therapie ebenfalls beleuchten und integrativ bearbeiten.

Praktische und bewährte Methoden für einen besseren Schlaf

In der Entspannungstherapie geht es nicht um komplizierte Theorien, sondern um das Erlernen und Einüben von praktischen, alltagstauglichen Fertigkeiten, die Ihnen helfen, wieder zur Ruhe zu finden. Wir stellen ein ganz persönliches Programm für Sie zusammen, das zu Ihnen und Ihrem Leben passt und Sie nicht zusätzlich unter Druck setzt.

Das Abendritual: Dem Tag einen bewussten Abschluss geben

Ein festes, beruhigendes Abendritual ist ein starkes Signal für Ihr gesamtes System, dass es an der Zeit ist, vom aktiven Tagesmodus in den regenerativen Nachtmodus umzuschalten. Dieses Ritual sollte etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Zubettgehen beginnen. Mögliche Elemente sind:

  • Eine Tasse koffeinfreier Kräutertee (z.B. mit Melisse oder Baldrian).
  • Das Hören von leiser, entspannender Musik.
  • Das Lesen einiger Seiten in einem Buch, das Sie emotional nicht aufwühlt.
  • Das Führen eines Dankbarkeits- oder Entlastungstagebuchs, um die Gedanken des Tages abzuschließen.
  • Eine kurze, geführte Entspannungsübung oder Meditation.

Genauso wichtig ist es, aufwühlende Aktivitäten wie anspruchsvolle Arbeit, intensive Diskussionen, exzessiven Sport oder das grelle, blaue Licht von Bildschirmen (Smartphone, Tablet, TV) in dieser Zeit konsequent zu meiden.

Wirksame Entspannungstechniken für die Nacht

  • Progressive Muskelentspannung (PMR): Eine kurze PMR-Sequenz, die Sie direkt im Liegen durchführen, kann Wunder wirken, um letzte körperliche Anspannungen loszulassen und den Körper angenehm schwer und müde werden zu lassen.
  • Die 4-7-8-Atemtechnik: Diese einfache Übung ist hochwirksam. Atmen Sie 4 Sekunden durch die Nase ein, halten Sie den Atem für 7 Sekunden an und atmen Sie dann langsam und hörbar für 8 Sekunden durch den Mund aus. Wiederholen Sie dies 3-4 Mal. Diese Technik aktiviert den Parasympathikus und wirkt stark beruhigend.
  • Gedankenstopp und Sorgenstuhl-Technik: Wir üben Methoden, um das Grübeln im Bett aktiv zu unterbrechen. Manchmal hilft es, den Sorgen tagsüber einen festen Platz und eine begrenzte Zeit (z.B. 15 Minuten am „Sorgenstuhl“) einzuräumen. So lernen Sie, die Sorgen bewusst aus dem Schlafzimmer und der Nacht zu verbannen.

Darüber hinaus kann die Hypnosetherapie eine äußerst wirksame Methode sein. Durch sie können positive Schlafsuggestionen im Unterbewusstsein verankert und tiefe, erholsame Entspannungszustände gefördert werden, die den Übergang in den Schlaf ganz natürlich und sanft gestalten.

Wichtige Hinweise zur Schlafhygiene und Diagnostik

Neben den Entspannungstechniken ist eine gute Schlafhygiene eine entscheidende Säule für erholsamen Schlaf. Dazu gehören ein kühler (ca. 18°C), dunkler und ruhiger Schlafraum, möglichst regelmäßige Aufsteh- und Zubettgehzeiten (auch am Wochenende) und der Verzicht auf schwere Mahlzeiten, Alkohol und Koffein am späten Nachmittag und Abend. Bitte beachten Sie: Die Entspannungstherapie ersetzt keine ärztliche Abklärung möglicher organischer Ursachen für Ihre Schlafstörungen (z.B. Schlafapnoe, Restless-Legs-Syndrom, Schilddrüsenerkrankungen). Eine medizinische Untersuchung sollte immer am Anfang stehen, um körperliche Faktoren auszuschließen.

Ihr persönlicher Schlafplan: Gemeinsam entwickeln wir eine klare und für Sie passende Abendroutine, die Ihnen hilft, den Tag mental und körperlich loszulassen. Dieser Plan ist keine starre Vorschrift, sondern ein liebevolles Angebot an sich selbst. Er gibt Ihnen Sicherheit und reduziert den Leistungsdruck, „jetzt sofort einschlafen zu müssen“.

Häufig gestellte Fragen
zur Entspannungstherapie bei Schlafstörungen

Das ist oft hilfreich als Einschlafritual. Wenn Sie jedoch merken, dass Sie sich unter Druck setzen („Ich muss jetzt schlafen“), ist es besser, die Übung vorher im Sessel zu machen und erst ins Bett zu gehen, wenn Sie wirklich müde sind (Stimuluskontrolle).

Neben den Übungen schauen wir uns Ihre Umgebung und Gewohnheiten an: Licht, Temperatur, Handy-Nutzung, Koffein. Oft sind es kleine Veränderungen im Verhalten, die in Kombination mit der Entspannung große Wirkung auf die Schlafqualität zeigen.

Ja. Viele Klienten nutzen Atemtechniken (z.B. 4-7-8 Atmung), um das nächtliche Gedankenkarussell zu stoppen. Statt sich über das Wachsein zu ärgern, nutzen Sie die Zeit für eine angenehme Körperreise. Das nimmt den Stress aus der Situation.

Besser nicht zu lang. Ein kurzes „Power Nap“ (max. 20 Min.) ist okay, aber längerer Schlaf am Tag baut den „Schlafdruck“ ab, den Sie für die Nacht brauchen.

Alkohol lässt Sie vielleicht schneller einschlafen, aber die Schlafqualität leidet massiv (weniger Tiefschlaf, häufiges Aufwachen). Bei Schlafstörungen ist Verzicht besser.

Nein. Drehen Sie den Wecker weg. Der Blick auf die Uhr erzeugt automatischen Rechen-Stress („Oh nein, nur noch 4 Stunden“), der Sie wieder wach macht.

Sind Sie bereit, den Weg zu einem besseren und erholsameren Schlaf zu beginnen? Der erste Schritt ist Ihre Entscheidung für sich selbst. Ich begleite Sie gerne mit bewährten Methoden, Einfühlungsvermögen und Geduld.