Djumana Naal-Kaes - Psychotherapie (HeilprG)

Leaf Leaf Psychotherapie bei Angststörungen

Psychotherapie bei Angststoerungen in Velbert

Ihr Weg zurück in die Freiheit

Fühlen Sie sich von ständiger Sorge, innerer Unruhe oder plötzlicher Panik gefangen? Eine Angststörung kann das Leben massiv einschränken. Wege werden gemieden, Termine abgesagt und der Blick verengt sich zunehmend auf mögliche Risiken. Wenn Sie sich nach innerer Ruhe, Vertrauen und mehr Handlungsfreiheit sehnen, sind Sie hier richtig. In meiner Praxis in Velbert begleite ich Sie als Heilpraktikerin für Psychotherapie in einem geschützten, klaren Rahmen. Gemeinsam finden wir heraus, was Ihre Angst auslöst, und entwickeln wirksame Strategien, die Ihnen im Alltag wirklich helfen.

Es ist mir wichtig, dass Sie verstehen: Sie sind nicht „zu sensibel“ oder „selbst schuld“. Ihr Nervensystem befindet sich momentan in einem Zustand erhöhter Alarmbereitschaft. Das ist anstrengend, aber es lässt sich verändern. In der Psychotherapie lernen Sie, diesen Alarm zu regulieren und Ihr System zu beruhigen, in kleinen, nachvollziehbaren und sicheren Schritten. Das Ziel ist, dass Sie wieder frei entscheiden können, was Sie tun, und nicht die Angst Ihr Leben bestimmt.

Was sind Angststörungen und wann wird Angst zur Belastung?

Angst ist eine grundlegende und sinnvolle menschliche Emotion. Als Schutzreaktion mobilisiert sie Energie, schärft unsere Sinne und bereitet uns auf die Bewältigung von Gefahren vor. Problematisch wird es jedoch, wenn diese Reaktion zu häufig, zu intensiv oder in objektiv ungefährlichen Situationen auftritt und wenn das ständige Vermeiden von angstauslösenden Reizen zum Hauptorganisator des Alltags wird. In einem solchen Fall sprechen wir von einer Angststörung. Ein hilfreiches Bild dafür ist eine überempfindliche Alarmanlage: Sie springt schon bei den kleinsten Reizen an und lässt sich kaum noch abschalten. In der Therapie lernen Sie, die Signale Ihres Körpers neu zu deuten, die Fehlalarme zu erkennen und den inneren Regler wieder auf ein gesundes Maß herunterzudrehen. Anhaltende Angstzustände können so schrittweise abgebaut werden.

Ich arbeite dabei stets transparent, ressourcenorientiert und in Ihrem individuellen Tempo. Wir klären, welche Situationen Sie besonders aktivieren, und entwickeln eine klare Struktur für den Umgang damit. Dabei nutzen wir bewährte Methoden wie Atemtechniken, Körperwahrnehmung, Aufmerksamkeitslenkung und vor allem klare, machbare Handlungsschritte, die Ihnen wieder ein Gefühl von Kontrolle und Selbstwirksamkeit vermitteln.

Wichtig zu wissen: Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist ein Zeichen von Stärke und Selbstfürsorge. Sie übernehmen aktiv Verantwortung für Ihre Gesundheit. Dieser erste Schritt wirkt oft schon entlastend und beruhigend. Sollte eine ärztliche Abklärung Ihrer Symptome sinnvoll sein, spreche ich dies offen an und koordiniere mich auf Ihren Wunsch hin gerne mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem Arzt.

Die vielen Gesichter der Angst: Symptome auf drei Ebenen

Angst zeigt sich nicht nur als Gefühl, sondern auf mehreren Ebenen, die sich gegenseitig verstärken und einen Teufelskreis in Gang setzen können. Wenn wir diese Ebenen verstehen und voneinander trennen, gewinnen Sie wieder Einfluss.

  • Körperliche Ebene: Herzrasen, Engegefühl in der Brust, Kurzatmigkeit, Schwindel, Zittern, Schwitzen oder Magen-Darm-Beschwerden sind typische körperliche Angstsymptome. Diese Empfindungen fühlen sich oft sehr bedrohlich an, sind aber in der Regel medizinisch harmlos und Ausdruck der Alarmreaktion des Körpers.
  • Gedankliche Ebene: Hier dominieren oft Sorgen, Grübelschleifen und Katastrophengedanken („Was wäre, wenn…?“). Die Aufmerksamkeit ist wie ein Scheinwerfer auf mögliche Gefahren und negative Ausgänge gerichtet, was die Anspannung weiter erhöht.
  • Verhaltensebene: Auf dieser Ebene führt die Angst häufig zu einem ausgeprägten Vermeidungsverhalten. Bestimmte Orte, soziale Situationen oder Aktivitäten werden gemieden, um die befürchtete Angst erst gar nicht aufkommen zu lassen. Dadurch schrumpft der persönliche Radius und die Lebensqualität leidet erheblich.

Selbst wenn keine klare Ursache für Ihre Ängste erkennbar ist, gibt es wirksame Wege, diese Reaktionen zu verändern. In der Therapie üben Sie, Ihr Nervensystem gezielt zu beruhigen und Schritt für Schritt neue Sicherheit aufzubauen – eine Sicherheit, die im Alltag erlebbar und an konkreten Markern wie besserem Schlaf, geringerer Grundanspannung und mehr gelungenen Situationen messbar wird.

Formen von Angststörungen: Ein Überblick

Für eine gezielte und wirksame Behandlung ist es wichtig, die genaue Ausprägung der Angststörung zu verstehen. In meiner Praxis begegnen mir am häufigsten folgende Formen:

  • Generalisierte Angststörung: Gekennzeichnet durch anhaltende, unkontrollierbare Sorgen über alltägliche Dinge und quälende Zukunftsängste, die von körperlicher Anspannung begleitet werden.
  • Panikstörung: Hier treten plötzlich und ohne ersichtlichen Grund Panikattacken auf. Intensive Angstanfälle mit starken körperlichen Symptomen. Oft entwickelt sich eine „Angst vor der Angst“, also die ständige Furcht vor der nächsten Attacke.
  • Soziale Phobie (Soziale Angststörung): Die zentrale Angst besteht hier darin, von anderen negativ bewertet, kritisiert oder abgelehnt zu werden. Soziale Situationen werden zur Qual oder komplett vermieden.
  • Spezifische Phobien: Eine intensive, irrationale Angst vor einem bestimmten Objekt oder einer spezifischen Situation, wie z. B. Flugangst, Höhenangst, Angst vor Spinnen, Hunden, engen Räumen (Klaustrophobie) oder vor Spritzen.

Je nach Form der Angststörung priorisieren wir gemeinsam die passenden Interventionsschritte. Manchmal steht die sanfte Konfrontation mit der Angst (Exposition) im Vordergrund. In anderen Fällen ist es hilfreicher, zunächst die Fähigkeiten zur Selbstberuhigung und Abgrenzung zu stärken. Oft beginnen wir damit, belastende Gedanken zu ordnen und kleine, bewältigbare Schritte für den Alltag zu planen. Viele Phobien und Angstzustände sprechen zudem sehr gut auf eine Kombination aus Psychotherapie und Hypnosetherapie an, da hier Veränderungsprozesse auf einer tieferen, unbewussten Ebene angestoßen werden können.

Mein therapeutischer Ansatz bei Angststörungen

Ich arbeite mit einem integrativen und lösungsorientierten Ansatz. Das bedeutet, ich kombiniere bewährte und wissenschaftlich fundierte Verfahren der Psychotherapie so, dass sie optimal zu Ihnen, Ihrer Persönlichkeit und Ihrem Anliegen passen. Wir stärken Ihre Fähigkeit zur Selbstberuhigung, ordnen hinderliche Gedanken und Überzeugungen, üben schrittweise neue Verhaltensweisen in herausfordernden Situationen und verankern Ihre Erfolge nachhaltig. Elemente aus der kognitiven Verhaltenstherapie, achtsamkeitsbasierte Techniken und, wenn es für Sie stimmig ist, die sanfte Arbeit mit der Hypnosetherapie unterstützen Sie dabei, wieder innere Ruhe, Stabilität und Vertrauen aufzubauen.

Transparenz und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe sind mir dabei besonders wichtig. Ihre Ziele formulieren wir zu Beginn klar und überprüfbar. Nach einigen Sitzungen reflektieren wir gemeinsam: Was hat sich bereits konkret verändert? Was hat Ihnen geholfen? Welche nächste kleine Etappe ist nun sinnvoll? So bleibt der therapeutische Prozess für Sie jederzeit nachvollziehbar, sinnvoll und wirksam. Mehr zu meinem grundlegenden Verständnis von Begleitung erfahren Sie auf der Seite zur Psychotherapie (HeilprG).

Im Alltag stabil werden: Kleine Schritte und klare Routinen

Regelmäßige, kurze Pausen im Alltag können die nervliche Grundanspannung signifikant senken und wirken präventiv gegen aufkommende Angstzustände. Oft reichen schon drei kleine Ruhefenster am Tag aus, um den inneren Regler spürbar herunterzudrehen: zum Beispiel morgens vor dem ersten Blick auf das Handy, mittags nach dem Essen und abends vor dem Schlafengehen. Zwei bis fünf Minuten genügen. Kombinieren Sie diese Momente idealerweise mit sanfter Bewegung, wie einem ruhigen Spaziergang an der frischen Luft. Eine einfache, aber verlässliche Tagesstruktur kann zusätzlich Halt geben. So schaffen Sie sich einen tragfähigen Rahmen, der einer Verschlimmerung der Angststörung vorbeugt.

Da Vermeidung die Angst langfristig aufrechterhält, planen wir gemeinsam Mini-Schritte der Annäherung: kurz hinschauen, zwei ruhige Ausatmungen nehmen, und dann die Situation wieder verlassen. So erlebt Ihr Nervensystem, dass nichts Schlimmes passiert, und kann die alte Angstreaktion allmählich „verlernen“. Ein praxistauglicher Vier-Wochen-Plan kann dabei helfen: In Woche eins üben Sie die 4-6-8-Atmung, in Woche zwei ergänzen Sie eine kurze Muskelentspannungs-Sequenz, in Woche drei integrieren Sie Achtsamkeits-Minuten vor Terminen und in Woche vier vereinfachen Sie das Ganze auf die für Sie stärksten Bausteine. Aus Übung wird Routine und Routine gibt Sicherheit.

Häufig gestellte Fragen
zur Psychotherapie bei Angststörungen

Angst ist ein lebenswichtiges Gefühl, das uns schützt. Ziel der Therapie ist nicht Angstfreiheit um jeden Preis, sondern dass die Angst Sie nicht mehr steuert. Wir reduzieren sie auf ein gesundes Maß („Signal-Angst“), sodass Sie wieder frei entscheiden können, was Sie tun möchten (z. B. wieder Auto fahren), ohne von Panik blockiert zu werden.

Körper und Gedanken hängen untrennbar zusammen. Ihre Bewertung („Das Herzrasen bedeutet Gefahr!“) feuert die körperliche Stressreaktion erst richtig an. In der Gesprächstherapie entlarven wir diese automatischen Katastrophengedanken. Wenn Ihr Kopf lernt, Situationen realistischer zu bewerten, beruhigt sich folglich auch Ihr Körper.

Die Praxis ist ein sicherer Ort. Sollte Angst auftreten, ist das eine wertvolle Chance: Wir können gemeinsam in Echtzeit üben, wie Sie sich durch Atmung und Achtsamkeit wieder beruhigen. Sie machen die heilende Erfahrung, dass die Angst von alleine abebbt („Habituation“) und Ihnen nichts Schlimmes passiert.

Ja, das ist sehr wichtig. Symptome wie Herzrasen können auch organische Ursachen haben (z.B. Schilddrüse). Wenn der Arzt das ausgeschlossen hat, haben wir die Sicherheit, dass es „nur“ die Psyche ist. Das beruhigt oft schon sehr.

Vermeidung bringt kurzfristig Erleichterung, bestätigt aber dem Gehirn langfristig: „Da ist wirklich eine Gefahr“. Die Angst wächst dadurch. Wir durchbrechen diesen Teufelskreis behutsam.

Das ist verständlich, aber gefährlich („Selbstmedikation“). Alkohol unterdrückt die Angst nur kurzfristig, führt aber langfristig oft in die Abhängigkeit und verstärkt die Angst sogar noch. Wir suchen gesündere Beruhigungsstrategien.